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Die rätselhafte Landkarte

Das rätselhafte Verschwinden eines Mitarbeiters und Freundes reißt die Heldin aus ihrem Arbeitsalltag. Der offiziellen Version misstrauend stellt sie eigene Nachforschungen an und folgt dabei ihrem einzigen Anhaltspunkt – einer mysteriösen Landkarte, die sie versteckt im Schreibtisch des Vermissten gefunden hat. Diese Spur führt sie bis nach Fuerteventura, wo verwitterte Schiffswracks und eine geheimnisvolle Villa im Zusammenhang mit dem Verschwundenen zu stehen scheinen. Die karge Insel gibt der Heldin neue Rätsel auf und zieht sie dabei unwillkürlich immer mehr in ihren Bann.

Autor: Mariella Sylvenstein
Illustration: istockphoto.com
ca. 112 Seiten

(Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

Abriss

Spannender Abenteuerroman, in dem die weibliche Hauptrolle einen vermissten Freund sucht und dabei einen Schmugglerring aufdeckt. Mit vielen Informationen zur Geschichte, Kultur und Vegetation Fuerteventuras.

Schauplätze

Eine personalisierbare Stadt in einem nicht näher beschriebenen Land
Die Insel Fuerteventura

Epoche

Gegenwart

(Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

Personen :

Weibliche Hauptrolle und Beschenkte

Dipl.-Ing. Kathrin Schuhmacher, weibliche Hauptfigur; engagierte und loyale Angestellte bei Ströber&Partner; zweifelt an der offiziellen Version zum Verschwinden von Max Schellenberg; findet eine geheimnisvolle Landkartenkopie in Max’ Schreibtisch; stellt eigene Nachforschungen an und reist zu diesem Zweck nach Fuerteventura; deckt dort einen Schmugglerring auf; löst eines der Rätsel über die mysteriöse Villa; findet am Ende Max.

Schenkende(r)

Dr. Eduard Mayer, arbeitet bei der Firma Heusser&Co; trifft Kathrin im ersten Kapitel auf einem Parkplatz; hier kann der Schenkende seinen Namen und den Unternehmensnamen einsetzen; der Schenkende kann dabei sowohl weiblich als auch männlich sein.

Schauplatz

Eine personalisierbare Stadt in einem nicht näher beschriebenen Land Die Insel Fuerteventura

Nicht personalisiert werden:

Max Schellenberg, Arbeitskollege und Freund Kathrins; ist nach seiner überraschenden Kündigung unauffindbar; arbeitet mit Nick Sander auf Fuerteventura an einem Aloe-Vera-Geschäft; lernt von Jamie Martinez das Fischen; inszeniert sein Verschwinden mithilfe einiger Arbeitskollegen, um Kathrin endlich wieder einmal zum Urlaubmachen zu bewegen.
Ingrid Lutz, Chefsekretärin bei Ströber&Partner; für gewöhnlich eine gut informierte Quelle über alle Gerüchte und Neuigkeiten; sie steckt mit Max unter einer Decke.
Konstantin Neureuther, Geschäftsführer von Ströber&Partner; informiert Kathrin über Max’ Kündigung; ist ebenfalls in den Plan eingeweiht.
Nick Sander, Abenteurer mit einem Agrarprojekt auf Fuerteventura; dunkles Haar; braun gebrannt; ist mit Max befreundet und will ihn an seinem Projekt beteiligen; gibt Kathrin interessante und wichtige Informationen über die Insel; hilft Kathrin bei der Suche nach Max; gemeinsam kommen sie dem Schmugglerring auf die Spur.
Klaus Berends, deutscher Künstler; Mann mittleren Alters; trägt eine Nickelbrille; hat einen Vollbart und langes graues Haar, das er im Nacken zu einem Zopf bindet; braun gebrannt; Kugelbauch; lebt seit Jahren auf Fuerteventura; Freund von Nick Sander; fasziniert von dem Wrack der ‚American Star’, das er erforscht und zum zentralen Werk seines Schaffens macht; liefert Kathrin und Nick interessante Informationen.
Lucia Martinez, Chefin des kleinen Restaurants ‚La Luz’ auf Fuerteventura; ältere, aber immer noch schöne Frau; Schulfreundin von Ingrid Lutz; bringt Kathrin etwas Spanisch bei; liefert ihr wertvolle Informationen zur Geschichte der Insel; ist ebenfalls in Max’ Plan eingeweiht.
Jamie Martinez, Spanier; Exmann von Lucia Martinez; Fischer auf Fuerteventura; wird einmal Zeuge der Schmuggleraktivitäten; nimmt Max auf eine Fischertour mit.

(Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

Leseprobe

Am Freitagmorgen begann Kathrin damit, Max’ Schreibtisch aufzuräumen. Sie stapelte Papierberge, sichtete Ordner, durchforstete Hängeregistermappen. Alles in allem kam sie gut voran. Das Ablagesystem ihres Kollegen war übersichtlich und ihr außerdem vom gemeinsamen Arbeiten her weitgehend vertraut.
Im Schreibtisch fand sie Arbeitsutensilien und den üblichen Schubladenplunder, wie er sich im Laufe der Zeit schnell ansammelt: Kugelschreiber, Radiergummis, Streichholzschachteln, Gummiringe, Taschentücher und Büroklammern. Dazwischen eine halbleere Kaugummipackung, ein Bildschirmputztuch in verknitterter Verpackung, zwei Schlüsselanhänger ohne Schlüssel und ein Flaschenöffner mit Werbeaufdruck, in Zellophan gehüllt. Wahrscheinlich lohnte es sich nicht, diese Dinge aufzubewahren. Also gleich in den Müll damit? Unschlüssig, was sie damit machen sollte, hob Kathrin den grauen Kunststoffeinsatz samt Inhalt hoch und nahm ihn aus der Schublade. Der darunter liegende, ehemals weiße Boden war mit einer feinen Staubschicht bedeckt. Zudem fand sich noch etwas: ein zusammengefaltetes Blatt Papier. Sie nahm es heraus und faltete es auf. Auf dem Papier war die Schwarz-Weiß-Kopie einer Zeichnung abgebildet: eine klar umrissene Fläche, dazu mehrere grafische Symbole an verschiedenen Stellen. Text gab es keinen.
Auf den ersten Blick konnte Kathrin mit der Abbildung wenig anfangen, das Ganze sah für sie nach einer Landkarte aus. Von der Form her ähnelte die Fläche am ehesten einem Unterschenkel mit ausladender Wade, dessen schmaler Fuß nach links zeigte. Zwei Markierungen, kleine Dreiecke außerhalb der Fläche, wiesen mit ihren Spitzen auf bestimmte Punkte der Umrisslinie, ohne sie zu berühren. Die Dreiecke befanden sich jeweils auf der linken Seite, das eine etwa in Höhe der Kniescheibe, das andere ungefähr in der Mitte des Schienbeins, wenn man beim Vergleich mit dem Unterschenkel blieb. Über die Zeichnung war eine Art Raster aus fein gestrichelten Gitternetzlinien gelegt.
Was soll das darstellen?, überlegte Kathrin ein wenig ratlos. Ein Grundstück vielleicht? Oder auch die Umrisse eines größeren Gebietes, einer Region, eines Landes? In jedem Fall gab es unzählige Möglichkeiten, und scheinbar stellte es nichts dar, das auf Anhieb in Zusammenhang mit Max gebracht werden konnte. Mit beruflichen Dingen, zumindest mit seiner Arbeit bei Ströber&Partner, konnte die Zeichnung nichts zu tun haben. Und privat?, fragte sich Kathrin. Hatte er einmal erwähnt, dass er beabsichtigte, sich ein Stück Land zu kaufen? Nein. Kinder, Neffen oder Nichten, für die er zum Vergnügen eine Schatzkarte gezeichnet haben könnte, hatte Max auch keine. Aber Schatzkarte... Da war sie vielleicht auf der richtigen Spur.
Irgendwie kam Kathrin die Form der gezeichneten Fläche bekannt vor. Sie konnte sie noch nicht benennen, aber irgendwo hatte sie diese Umrisse schon einmal gesehen.
Auf dem Papier gab es keine nachträglichen Vermerke. Mit der Hand fuhr Kathrin sorgfältig über die Oberfläche, um die Falze zu glätten. Dabei blieb sie an einer fast unsichtbaren Einkerbung hängen. Sie fühlte genauer nach, dann starrte sie prüfend darauf. Hier war offenbar eine weitere Markierung eingedrückt. Einige Blockbuchstaben, vermutlich von Hand geschrieben. Das Entziffern fiel ihr nicht allzu schwer: Kathrin, stand da. Kathrin! Ihr eigener Vorname.
Ein raschelndes Geräusch in unmittelbarer Nähe ließ sie zusammenfahren. Ingrid hatte soeben, mit einem Stapel Unterlagen in der Hand, den Raum betreten. Schnell versteckte Kathrin das Blatt zwischen den Seiten ihres Spiralblocks.

Obwohl sie wusste, dass die Dateien, die Max erstellt, beziehungsweise an denen er gearbeitet hatte, alle im Verzeichnis ‚Projekte’ auf dem Server abgelegt waren, fand Kathrin, dass es nicht schaden konnte, einen Blick in den ehemaligen Computer ihres Freundes zu werfen. Vielleicht enthielt die eine oder andere Datei ja einen Hinweis auf dessen Verbleib oder stand mit der rätselhaften Landkarte in Zusammenhang.
Kathrin schaltete den PC an und ließ das Suchprogramm nach Dateien forschen, die vor dem vergangenen Montag erstellt oder geändert worden waren. Danach ging sie die Resultate durch, suchte nach dem Namen ihres Kollegen und darunter nach allem, was irgendwie privat aussah. Doch fündig wurde sie nicht. Anschließend versuchte sie ihr Glück in Max’ E-Mail-Eingang. Auch hier stieß sie auf nichts Auffälliges. Allerdings bemerkte sie, dass seit Montag keine E-Mails mehr angekommen waren. Vermutlich war Max’ Account mittlerweile gesperrt.
„Wer bekommt eigentlich jetzt Max’ E-Mails?“, fragte Kathrin telefonisch beim Systemadministrator nach.
„Die werden seit letztem Montag auf deine Adresse umgeleitet.“
So ist das also, dachte Kathrin und sah akribisch alle seit Montag bei ihr eingegangenen E-Mails durch. Dass einige davon an Max statt an sie gerichtet waren, hatte sie beim ersten Überfliegen gar nicht bemerkt. Sie las auch noch einmal jene Nachrichten, die sie bereits in den Papierkorb verschoben hatte. Erneut fielen ihr die zwei E-Mails auf, die nur aus seltsamen Zeichenfolgen zu bestehen schienen, und Kathrin druckte sie aus. Vielleicht sind das gar keine Spammails oder Übertragungsfehler, mutmaßte sie.
1206AB8341ACE1155-1206AB8445FUE1240-1206AB5732LPA1315. Diese E-Mail war an sie gerichtet und kam von Max. Angeblich. Versanddatum war der vergangene Dienstag. Da war Max aber schon nicht mehr im Unternehmen gewesen. Wie konnte er jedoch eine E-Mail von seinem Firmenaccount aus versandt haben, wenn dieser zu diesem Zeitpunkt bereits inaktiv gewesen war? Und erst der Inhalt...
FUE1240... Forschung und Entwicklung, Projekt Nummer 1240? Mit der Projektnummer 1240. Das war schon passender. Vielleicht.
Die Zahlen- und Buchstabenreihen wiederholten sich noch ein paar Mal in ähnlicher Weise. Das einzige Muster, das sich herauslesen ließ, war folgendes: Auf jeweils vier Zahlen, von denen das zweite Ziffernpaar immer 06 blieb, folgten stets die Buchstaben AB, dann wieder vier Zahlen, drei Buchstaben, vier Zahlen.
Der Inhalt der zweiten E-Mail, die Kathrin anfänglich für Spam gehalten hatte, war zwar um einiges kürzer, aber leider genauso wenig aufschlussreich: 1K50G VW – MS Trans. NS Fin. Ein paar Leerzeilen darunter war die Nachricht mit den Worten ‚Gruß, Nick’ abgeschlossen. In der E-Mail-Adresse des Absenders tauchte ‚Nick’ ebenfalls auf. Die Domain der E-Mail-Adresse ließ allerdings keine weiteren Schlüsse auf die Identität und Herkunft des Absenders zu, denn es handelte sich dabei um einen gewöhnlichen Freemail-Anbieter. Da konnte sich bekanntlich jeder registrieren. Die Domain-Endung war noch dazu ein simples ‚.com’, also nicht einmal länderspezifisch. Die E-Mail war am letzten Montag sowohl an Max’ Firmenaccount, als auch an dessen private E-Mail-Adresse gegangen.
Kathrin versuchte, die Codes zu entschlüsseln. MS konnte für Max Schellenberg stehen. Fin vielleicht für Finnland. VW war zum Beispiel eine Automarke. Max fuhr einen Kombi, sie erinnerte sich nicht mehr genau, es könnte aber passen. VW – MS Trans. Max Schellenberg sollte irgendetwas mit seinem Auto transportieren. Ein Kilo davon. Aber sicher nicht nach Finnland. Und wer war dieser ominöse Nick?

Tina Jacobi

Tina Jacobi, Jahrgang 1978, arbeitete nach ihrem BWL-Studium als Texterin und absolvierte eine Ausbildung zur Drehbuchautorin. Seit 2004 schreibt sie freiberuflich Belletristik und Kinderbücher und drehte mehrere Kurzfilme. Tina Jacobi ist verheiratet und lebt in der Nähe von München.

Die Autorin schreibt für PersonalNOVEL auch als Mariella Sylvenstein.

Nennungshäufigkeit

Hier haben wir für Sie alle Möglichkeiten der Personalisierung dieses Buches zusammengefasst. Dazu haben wir auch aufgelistet, wie häufig die entsprechenden Angaben im Buch vorkommen.

Sie brauchen nicht alle diese Möglichkeiten zu nutzen – für jede Angabe können Sie auch einfach den Vorgabewert verwenden.

Weibliche Hauptrolle und Beschenkte
Titel der Kundin (optional) 1 x
Vorname der Kundin 257 x
Nachname der Kundin 5 x
Die Firma der Kundin 8 x
Schenkende(r)
Titel des/ der Schenkenden (optional) 1 x
Vorname des/ der Schenkenden 1 x
Nachname des/ der Schenkenden 1 x
Die Firma des/ der Schenkenden 1 x
Schauplatz
Der Ort der Handlung 2 x