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Tod eines Schnüfflers

Die Auftragslage ist mau und der berühmte Privatdetektiv muss Däumchen drehen. Da bekommt er plötzlich einen verzwickten Auftrag: Ein Berufskollege wurde in seinem Büro erschossen, weil er schmutzigen Geschäften auf der Spur war. Die Aufklärung des Falls wird dem Helden nicht leicht gemacht: Die Witwe des Toten schweigt, und der brisante Inhalt eines Bankschließfachs ist plötzlich verschwunden. Dann geschehen weitere Morde und der Detektiv wird selbst zur Zielscheibe...

Autor: Henry Rohmer
Illustration: istockphoto.com/Aleksandar Kolundzija
ca. 112 Seiten

(Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

Abriss

Spannender Detektivroman mit einem Privatdetektiv, der den Mord an einem Berufskollegen aufklären soll. Im Zuge seiner Ermittlungen kommt der Held illegalen Börsengeschäften auf die Spur.

Schauplätze

Größere Stadt mit Bankenviertel und U-Bahn.

Epoche

Gegenwart

(Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

Personen :

Männliche Hauptrolle und Beschenkter

Prof. Bount Reiniger, Privatdetektiv aus München; überlegt, wegen der schlechten Auftragslage einen Zweitjob bei Technicon anzunehmen; bekommt den Auftrag, den Mord an Steffen Kirsch aufzuklären; entkommt selbst knapp einem Mordversuch; erschießt den Berufskiller mit der Ronald-Reagan-Maske; klärt erfolgreich mehrere Morde auf.

Schenkende(r)

Dr. Eduard Mayer, möchte, dass Bount Reiniger das Sicherheitskonzept seiner Firma Heusser&Co auf den neuesten Stand bringt; hier kann der Schenkende seinen Namen und den Namen seines Unternehmens einsetzen; der Schenkende kann sowohl weiblich als auch männlich sein.

Nicht personalisiert werden:

June March, Bount Reinigers Assistentin; große, blaue Augen; stammt aus New York; wird von den beiden maskierten Berufskillern Micha Vetter und Frederik Häuslein entführt und von Bount gerettet; trägt mit ihrem Fachwissen über die Börse zur Aufklärung des Falls bei.
Anton Sauerhammer, Kriminalhauptkommissar vom Morddezernat München C/II; korpulenter Koloss; seit Jahren mit Bount Reiniger befreundet; arbeitet im Fall Kirsch eng mit Bount zusammen.
Kriminalkommissar Braun, lockenköpfig; lang; ist ebenfalls mit den Ermittlungen im Mordfall Kirsch betraut.
Stone, Bounts Informant; dunkelhäutig; stammt aus Boston, blieb auf einer Rundreise durch Europa in München hängen; arbeitet als Leibwächter und Rausschmeißer; hat schon für verschiedene Unterweltgrößen die Knochen hingehalten; ist momentan arbeitslos; sein letzter Boss, ein Schutzgelderpresser mit Verbindungen zur italienischen Mafia, wurde vor Kurzem erschossen; findet für Bount heraus, dass Joseph Schmidt Eugen Leonard die Aufträge vermittelt hat.
Steffen Kirsch, erfolgloser Privatdetektiv; ist Insidergeschäften auf die Spur gekommen; wollte die Verantwortlichen mithilfe seines Wissens erpressen und hat sich den Aufstieg zum Profi-Ermittler erhofft; wird von dem Auftragskiller Eugen Leonard umgebracht; hat verfügt, dass Bount Reiniger im Falle seines Ablebens seinen Mord aufklären soll.
Karen Kirsch, Witwe des ermordeten Steffen Kirsch; feuerrotes Haar; dunkle Augen; hübsche, zierlich gebaute Frau; schweigt über die Ermittlungen ihres Mannes, da sie von seinem Mörder unter Druck gesetzt wird und Angst um ihren Sohn hat.
Michael Kirsch, Sohn der Kirschs; zehn Jahre alt; wird von einem fremden Mann, der behauptet, seine Eltern zu kennen, in dessen Limousine mitgenommen – eine Warnung an seine Mutter.
Werner Kraft, Notar und Rechtsanwalt mit exzellentem Ruf; händigt Bount einen Brief des ermordeten Steffen Kirsch aus, in welchem dieser den Detektiv bittet, seinen Mord aufzuklären.
Ingo Schwarz, Fotohändler; wird von Eugen Leonard in seinem Laden erschossen, weil er dem Killer Steffen Kirschs brisante Fotos nicht aushändigen will.
Gregor Laubinger, Leiter der Investmentabteilung der Global Investment Bank; kommentiert wöchentlich im Kabelfernsehen die Börsenkurse; ist in Insidergeschäfte verwickelt; wird von Eugen Leonard um Hilfe gebeten, als dieser flüchten muss, und erschießt ihn; will in seinem Landhaus in Vermont unterschlüpfen, um seine Schussverletzung auszukurieren, die Leonard ihm verpasst hat; wird auf offener Straße von einem Auftragskiller erschossen.
Jennifer Laubinger, Gregor Laubingers Frau; brünett; mittleren Alters; sportlich; wache, intelligente Augen; willensstark und entschlossen; ließ ihren Mann von Steffen Kirsch überwachen, weil sie ihn verdächtigte, eine Affäre zu haben; lügt bezüglich seiner Schussverletzung; behauptet, nichts von Laubingers Geschäften zu wissen.
Monika Jakob alias Charly, Laubingers Stellvertreterin; dunkelhaarig, braune Augen; blendendes Aussehen; schlicht, aber elegant gekleidet; Kopf der kriminellen Truppe; zieht die Fäden im Hintergrund; hat Eugen Leonard beauftragt, Steffen Kirsch umzubringen, damit die Insider-Geschäfte nicht auffliegen; lässt Laubinger erschießen, weil sie ihn wegen seiner Schussverletzung als Risikofaktor einschätzt; hofft, Laubingers Nachfolgerin in der Bank zu werden.
Barbara Lech, Callgirl, mit dem Gregor Laubinger angeblich eine Affäre hatte; in der Branche unter dem Namen „Lola“ bekannt; stellt sich als nicht existent heraus; ihre Adresse ist ein luxuriöses, aber unpersönliches Appartement, das als Tarnung für einen Treffpunkt dient, an dem Insidergeschäfte abgewickelt werden.
Eugen Leonard, Berufskiller; sehr schlank; bleich im Gesicht; bewohnt ein Appartement in attraktiver Lage; ermordet Steffen Kirsch und Ingo Schwarz; erschießt einen Polizisten; setzt Steffen Kirschs Witwe unter Druck, damit sie pikante Details, die sie möglicherweise von ihrem Mann weiß, für sich behält; wird von Gregor Laubinger umgebracht und im Badesee versenkt, nachdem er ihn ins Bein geschossen hat.
Gloria Donnersberg, Geliebte von Eugen Leonard; jung und gutaussehend; die Ermittler treffen sie in seinem Appartement an.
Markus Schäfer, Börsenmakler; elegant gekleidet; Mitte dreißig; Bount trifft ihn in der Wohnung, in der die Insidergeschäfte abgewickelt werden und verdächtigt ihn, den Berufskiller Eugen Leonard angeheuert zu haben.
Richard Burger, Komplize von Markus Schäfer; groß, grauhaarig; übermittelt Schäfer Charlys Anweisungen.
Joseph Schmidt, Buchmacher; klein und hager; übergroße Tränensäcke; besitzt ein Wettbüro sowie ein Fitnessstudio im Souterrain eines mehrstöckigen Gebäudes; vermittelt Berufskiller; hat Eugen Leonard mit seiner Auftraggeberin bekannt gemacht.
Billy, Leibwächter von Joseph Schmidt; wird von Bount ausgeknockt, als er ihn angreift.
Micha Vetter und Frederik Häuslein, Berufskiller; wurden von Joseph Schmidt vermittelt; entführen Miss March; maskieren sich als Ronald Reagan und Frankenstein.

(Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

Leseprobe

„Im Moment scheint einfach nichts los zu ein“, seufzte Prof. Bount Reiniger, der bekannte Privatdetektiv aus München. „Niemand, der jemanden beschatten oder Schulden eintreiben möchte, ganz zu schweigen von einem Auftrag für ein aufwändiges Sicherheitskonzept oder dergleichen.“
Er blickte gelangweilt aus dem Fenster und ließ den Blick über die Dächer von München schweifen.
„Ach, überlegst du deshalb, dich bei Technicon zu bewerben?“ Seine Assistentin June March wedelte mit einer Stellenanzeige, die auf seinem Schreibtisch gelegen hatte.
„Viele Menschen haben einen Zweitjob“, verteidigte sich Bount verlegen.
„Und für welche Position interessierst du dich?“ June las sich zweifelnd den Zeitungsausschnitt durch. Keine der ausgeschriebenen Positionen war mit den Qualifikationen ihres Chefs kompatibel.
„Ich habe viele Talente“, erklärte Bount trotzig.
June blickte ihn mitleidig an. „Die Konjunktur schwankt nun mal“, versuchte sie ihn zu trösten. „Und von ernsthaften Schwierigkeiten ist unsere Detektei nun wirklich weit entfernt.“
„Ich weiß nicht. Hoffen wir, dass es nur eine vorübergehende Flaute ist“, murmelte Bount besorgt.
Nachdem er zum dritten Mal an diesem Tag seinen Schreibtisch aufgeräumt, einen sterbenslangweiligen Artikel über Golfsport gelesen und seine Schuhe geputzt hatte, klingelte es endlich an der Bürotür.
„Na bitte – geht doch!“, meinte er hocherfreut und sprang von seinem Sessel auf.
Eine gut gekleidete Person betrat schwungvoll das Büro und streckte Bount die Hand hin.
„Mein Name ist Eduard Mayer. Sind Sie Bount Reiniger, der Detektiv?“
„Höchstpersönlich – und dies ist meine Mitarbeiterin June March aus New York.“
„Angenehm“, sagte Mayer, begrüßte auch June und wandte sich dann wieder an den Detektiv. „Sie sollen in Ihrer Branche der Beste sein!“
„Es freut mich, dass ich offenbar doch ein gewisses Renommee genieße“, antwortete Bount geschmeichelt, bot seinem Gegenüber einen Platz an und fragte interessiert nach dem Anliegen.
„Ich arbeite bei Heusser&Co., und da bei uns in letzter Zeit zweimal eingebrochen wurde, würde ich Sie gerne damit beauftragen, unser Sicherheitssystem auf den neuesten Stand zu bringen.“
„Mit dem größten Vergnügen“, erwiderte Bount. Das war zwar nicht gerade eine Herausforderung, aber immerhin ein bezahlter Job, der ihm obendrein die Langeweile vertreiben würde. In der Tat sollte sein träge dahinplätscherndes Berufsleben schon sehr bald aufregender werden, als es ihm lieb war. Aber davon ahnte er zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Eine Woche später nahm ein anderer Detektiv namens Steffen Kirsch in seinem Büro das Diktiergerät zur Hand und versuchte zum wiederholten Male, endlich seinen Bericht abzuschließen, auch wenn er im Grunde schon vorher wusste, dass auch diesmal nichts daraus werden würde. Er konnte sich einfach nicht konzentrieren. Seine Hand trommelte nervös auf die Tischplatte. Als die Geistesblitze ausblieben, atmete er tief durch, erhob sich von seinem unbequemen Bürostuhl und legte das Diktiergerät auf den unaufgeräumten Schreibtisch. Sein Büro lag etwas außerhalb, weil er sich nichts Teureres leisten konnte, doch jetzt bot sich ihm vielleicht die Chance, den Aufstieg vom Schmalspur-Schnüffler zum gefragten Profi-Ermittler zu schaffen. Die Sache war allerdings noch nicht sicher, momentan stand sie auf Messers Schneide, und wenn er Pech hatte, schnitt ihm dieses Messer am Ende die Kehle durch. Er war sich vollkommen bewusst, dass er höllisch aufpassen musste, aber die Versuchung war einfach zu groß gewesen. Eine solche Gelegenheit ergab sich kein zweites Mal.
Steffen trat ans Fenster und blickte hinaus in die Dunkelheit. Es war schon spät, und eigentlich hatte er längst zu Hause sein wollen, aber in seinem Beruf durfte man nicht auf die Uhr schauen.
Er dachte plötzlich an seine Frau Karen und seinen Sohn Michael, der in ein paar Wochen zehn Jahre alt wurde. Um ihretwillen hätte ich mich nie auf diese verdammte Geschichte einlassen dürfen!, ging es ihm schmerzhaft durch den Kopf. Aber jetzt war es zu spät, um irgendetwas zu bereuen. Jetzt musste er die Zähne zusammenbeißen und hoffen, dass alles gut ging. Wenn es ausgestanden war, würden sie alle drei davon profitieren und eine bessere Zukunft haben. Nie mehr nächtliche Observationen von untreuen Ehemännern, kein stundenlanges Herumlungern in der Nähe von Geldautomaten, um irgendwelchen Scheckkartenbetrügern auf die Spur zu kommen. Sicherheitsberatung für große Unternehmen – etwas in der Art schwebte ihm für die Zukunft vor, nach Möglichkeit mit festen Bürostunden. Dann hätte er endlich etwas mehr Zeit für seine Familie.
Steffen zuckte zusammen, als ihn ein Geräusch an der Tür aus den Gedanken riss. Das passierte ihm zurzeit öfter, denn seine Nerven lagen blank, seit er sich in diese Sache hatte hineinziehen lassen. Jemand drückte auf den Klingelknopf, der allerdings schon seit Langem nicht mehr funktionierte, was auch der Besucher zu bemerken schien, denn eine Sekunde später klopfte es.
Steffen hatte sein Schulterholster abgeschnallt und auf den Schreibtisch gelegt. Jetzt griff er mit einer schnellen Bewegung nach seiner Waffe, einer Beretta. Als er den Pistolengriff in seiner Rechten spürte, fühlte er sich schon wesentlich besser. Mit der Waffe im Anschlag näherte er sich der Tür, an der es soeben zum zweiten Mal klopfte, diesmal schon etwas ungeduldiger. Er warf einen Blick durch den Spion und erblickte im Flur einen unbekannten Mann.
„Was wollen Sie?“, fragte er, ohne die Tür zu öffnen.
„Machen Sie auf, ich muss mit Ihnen sprechen! Aber möglichst ohne, dass alle Welt Wind davon bekommt. Oder nehmen Sie keine Klienten mehr an?“
Steffen überlegte, in seinem Hirn arbeitete es fieberhaft. Der Kerl da draußen war vermutlich kein Klient. Vielmehr befürchtete er, dass jemand einen bezahlten Todesengel vorbeigeschickt hatte, um ihn loszuwerden.
„Einen Moment!“, rief er, ohne die Absicht zu haben, dem Fremden wirklich zu öffnen. Er wollte nur Zeit gewinnen. Behutsam schlich er rückwärts und blickte sich in seinem schäbigen Büro um, in dem er momentan wie in einer Mausefalle festsaß. Er hatte keine Chance hinauszukommen. Es existierte weder ein Balkon noch eine Feuerleiter, ja nicht einmal die Möglichkeit zu einem Sprung aus dem Fenster war vorhanden, denn dessen Rahmen hatte sich so verzogen, dass er es im Winter hatte festnageln müssen, um bei der Erledigung des leidigen Bürokrams nicht zu erfrieren. Der Nachteil war, dass man es jetzt nicht mehr öffnen konnte. Da die Einrichtung des Büros karg war, gab es auch kaum Deckung. Außer dem Schreibtisch waren lediglich ein paar Regale an den Wänden befestigt, in denen er die Akten mit seinen Ermittlungsunterlagen aufbewahrte. Es war kein guter Ort, um sich zu verstecken.
Steffen war gerade bis zum Schreibtisch gekommen, als er ein hässliches Geräusch vernahm. Es klang beinahe, als ob jemand kräftig genossen hätte, aber er wusste, dass es etwas anderes war. Eine Pistole mit Schalldämpfer! Der Kerl hatte kurzerhand das Schloss zerschossen. Die Tür öffnete sich einen Spalt.

Nennungshäufigkeit

Hier haben wir für Sie alle Möglichkeiten der Personalisierung dieses Buches zusammengefasst. Dazu haben wir auch aufgelistet, wie häufig die entsprechenden Angaben im Buch vorkommen.

Sie brauchen nicht alle diese Möglichkeiten zu nutzen – für jede Angabe können Sie auch einfach den Vorgabewert verwenden.

Männliche Hauptrolle und Beschenkter
Titel des Kunden (optional) 4 x
Vorname des Kunden 294 x
Nachname des Kunden 54 x
Die Firma des Kunden 1 x
Schenkende(r)
Titel des/ der Schenkenden (optional) x
Vorname des/ der Schenkenden 1 x
Nachname des/ der Schenkenden 2 x
Die Firma des/ der Schenkenden 1 x
Schauplatz
Der Ort der Handlung 8 x