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Das Amulett

Paris, in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Der Religionsstreit spaltet die Bewohner Frankreichs in zwei Lager. Der junge Hans Schadau wird Schreiber bei dem protestantischen Admiral Coligny, ist mit einem katholischen Soldaten der Schweizer Garde befreundet und in die Nichte des Admirals verliebt. Als wäre diese Situation nicht schon schwierig genug, wird immer deutlicher in welch' tödlicher Gefahr alle Hugenotten schweben…

Autor: Conrad Ferdinand Meyer
Illustration: shutterstock.com/Neale Cousland
ca. 92 Seiten

Ab 26.99 EUR inkl. 7% MWSt
zzgl. Versandkosten

(Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

Abriss

Spielen Sie die Nebenrolle in diesem Klassiker der Weltliteratur Bei diesem Klassiker von Conrad Ferdinand Meyer spielen weiter die bekannten Helden der Geschichte die Hauptrolle – Sie können als bester Freund und Geliebte des Helden eine Nebenrolle übernehmen. So bleibt der Grundcharakter dieses Werks erhalten und Sie erleben an der Seite von Hans Schadau dieses Abenteuer.

Eine mitreißende Geschichte, die ein lebendiges Bild der Religionstreitigkeiten des 16. Jahrhunderts zeichnet und die grausamen Ereignisse der Bartholomäusnacht aus einem persönlichen Blickwinkel wiedergibt. Aber auch eine Geschichte, die mit der Freundschaft zwischen einem überzeugten Calvinisten und einem Katholiken einen Hoffnungsschimmer aufzeigt. Begeben Sie sich als katholischer Freund und junge Braut des Helden Hans Schadau auf eine Zeitreise ins Jahr 1572.

Epoche

Mitte 16. Jahrhundert und die Bartholomäusnacht vom 23. zum 24. August 1572.

Schauplatz

Die Heimat des Helden bei Chaumont, Bern, und Paris zur Zeit der Religionskriege.

(Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

Personen :

1 weibliche und 2 männliche Rollen

Die Nichte des Admirals

Gasparde, die Tochter von Dandelot, des jüngeren Bruders von Admiral Coligny; schlank, hübsch und blauäugig; überzeugte Protestantin; wächst bei Chatillon auf; heiratet Schadau kurz vor dem Massaker; sie überlebt die Bartholomäusnacht knapp, würde aber lieber sterben, als den Katholiken in die Hände zu fallen.

Der Freund des Helden

Wilhelm Boccard, Freiburger, Soldat und Katholik; meist fröhlich und sorglos, ein guter Mensch; er lernt Hans Schadau auf der Reise nach Paris kennen und wir trotz der unterschiedlichen religiösen Ansichten sein Freund. Er rettet Hans in der Bartholomäusnacht und stirbt dabei.

Der Zimmerwirt des Helden

Gilbert, ein älterer, protestantischer Schneider, bei dem Hans Schau in Paris wohnen kann; sehr kleine Rolle.

Nicht personalisiert werden:

Hans Schadau, der calvinistische Held der Geschichte.
Schadaus Onkel, bei dem Hans aufwächst.
Der calvinistische Priester, der Hans unterrichtet.
Der Böhme, der Hans das Fechten beibringt und als Mörder gesucht wird; auf der Flucht aus Paris trifft er wieder auf Schadau und hilft ihm.
Der alte Vater von Wilhelm Boccard.
Ein junger Mann, mit dem sich Hans bei einer Hochzeitsfeier prügelt, Godillard.
Parlamentsrat Chatillon, der Fürsprecher von Hans Schadau und Ersatzvater von Gasparde; er stirbt in der Bartholomäusnacht.
Graf Guiche, ein Günstling am Hofe; er stellt Gasparde nach und duelliert sich mit Schadau; dieser ersticht ihn.
Lignerolles, Guiches Kompagnon; bei der Rettung Gaspardes ersticht ihn Schadau.
Historische Persönlichkeiten: Alba (3. Herzog von Alba, Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel), Dandelot (jüngerer Bruder des Admirals Coligny, Vater von Gasparde), Admiral Coligny, der König, Karl der IX., sein Bruder, der Herzog von Anjou, die Köngin Katharina und Michel de Montaigne.

(Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

Leseprobe

Eine nahe Glocke begann Sturm zu läuten, eine zweite, eine dritte heulte mit; greller Fackelschein glomm auf wie eine Feuersbrunst, Schüsse knatterten und meine gespannte Einbildungskraft glaubte Sterbeseufzer zu vernehmen.
Der Admiral lag ermordet, daran konnte ich nicht mehr zweifeln. Aber was bedeuten die Sturmglocken, die erst vereinzelt, dann immer häufiger fallenden Schüsse, die Mordrufe, die jetzt von fern an mein lauschendes Ohr drangen? Geschah das Unerhörte? Wurden alle Hugenotten in Paris gemeuchelt? Und Gasparde, meine mir vom Admiral anvertraute Gasparde, war mit dem wehrlosen Alten diesen Schrecken preisgegeben! Das Haar stand mir zu Berge, das Blut gerann mir in den Adern. Ich rüttelte an der Türe aus allen Kräften, die eisernen Schlösser und das schwere Eichenholz wichen nicht. Ich suchte tastend nach einer Waffe, nach einem Werkzeuge, um sie zu sprengen, und fand keines. Ich schlug mit den Fäusten, stieß mit den Füßen gegen die Türe und schrie nach Befreiung – draußen im Gange blieb es totenstill.
Wieder schwang ich mich auf in die Fensternische und rüttelte wie ein Verzweifelter an dem Eisengitter, es war nicht zu erschüttern.
Ein Fieberfrost ergriff mich und meine Zähne schlugen aufeinander. Dem Wahnsinne nahe warf ich mich auf Boccards Lager und wälzte mich in tödlicher Bangigkeit. Endlich als der Morgen zu grauen begann, verfiel ich in einen Zustand zwischen Wachen und Schlummern, der sich nicht beschreiben läßt. Ich meinte mich noch an die Eisenstäbe zu klammern und hinaus zu blicken auf die rastlos flutende Seine. Da plötzlich erhob sich aus ihren Wellen ein halbnacktes, vom Mondlichte beglänztes Weib, eine Flußgöttin auf ihre sprudelnde Urne gestützt, wie sie in Fontainebleau an den Wasserkünsten sitzen, und begann zu sprechen. Aber ihre Worte richteten sich nicht an mich, sondern an eine Steinfrau, die dicht neben mir die Zinne trug, auf welcher die drei fürstlichen Verschwörer gestanden.
„Schwester“, frug sie aus dem Flusse, „weißt vielleicht du, warum sie sich morden? Sie werfen mir Leichnam auf Leichnam in mein strömendes Bett und ich bin schmierig von Blut. Pfui, pfui! Machen vielleicht die Bettler, die ich abends ihre Lumpen in meinem Wasser waschen sehe, den Reichen den Garaus?“
„Nein“, raunte das steinerne Weib, „sie morden sich, weil sie nicht einig sind über den richtigen Weg zur Seligkeit.“ Und ihr kaltes Antlitz verzog sich zum Hohn, als belache sie eine ungeheure Dummheit...
In diesem Augenblicke knarrte die Türe, ich fahr auf aus meinem Halbschlummer und erblickte Boccard, blaß und ernst wie ich ihn noch nie gesehen hatte, und hinter ihm zwei seiner Leute, von welchen einer einen Laib Brot und eine Kanne Wein trug.
„Um Gottes willen, Boccard“, rief ich und stürzte ihm entgegen, „was ist heute nacht vorgegangen? Sprich!“
Er ergriff meine Hand und wollte sich zu mir auf das Lager setzen. Ich sträubte mich und beschwor ihn zu reden.
„Beruhige dich!“, sagte er. „Es war eine schlimme Nacht. Wir Schweizer können nichts dafür, der König hat es befohlen.“
„Der Admiral ist tot?“, frug ich, ihn starr ansehend. Er bejahte mit einer Bewegung des Hauptes.
„Und die andern hugenottischen Führer?“
„Tot. Wenn nicht der eine oder andere, wie der Navarrese, durch besondere Gunst des Königs verschont blieb.“
„Ist das Blutbad beendigt?“
„Nein, noch wütet es fort in den Straßen von Paris. Kein Hugenott darf am Leben bleiben.“
Jetzt zuckte mir der Gedanke an Gasparde wie ein glühender Blitz durchs Gehirn und alles andere verschwand im Dunkel.
„Laß mich!“, schrie ich. „Mein Weib! Mein armes Weib!“

Conrad Ferdinand Meyer

Conrad Ferdinand Meyer wurde am 11. Oktober 1825 in Zürich geboren. Er entstammte einer Patrizierfamilie und hatte früh den Wunsch, Dichter zu werden. In seiner Jugend wird er aufgrund von Depressionen in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich beeinflusste stark sowohl Meyers Leben als auch sein Werk. Immer im Zwiespalt zwischen der französischen und der deutschen Literatur, entschied er sich nach dem Sieg Deutschlands für letztere. 1875 heiratete er Luise, die Tochter des Zürcher Stadtpräsidenten, was ihm großes gesellschaftliches Ansehen verschaffte. 1887 befielen ihn wieder Depressionen. Bis zu seinem Tod am 28. November 1898 in Kilchberg bei Zürich wurde er nicht mehr richtig gesund. Conrad Ferdinand Meyer gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern des 19. Jahrhunderts.


Eine Auswahl an Werken:

  • 1871 Huttens letzte Tage
  • 1873 Das Amulett
  • 1876 Jörg Jenatsch
  • 1877 Der Schuß von der Kanzel
  • 1882 Gustav Adolfs Page
  • 1884 Die Hochzeit des Mönchs
  • 1891 Angela Borgia

Nennungshäufigkeit

Hier haben wir für Sie alle Möglichkeiten der Personalisierung dieses Buches zusammengefasst. Dazu haben wir auch aufgelistet, wie häufig die entsprechenden Angaben im Buch vorkommen.

Sie brauchen nicht alle diese Möglichkeiten zu nutzen – für jede Angabe können Sie auch einfach den Vorgabewert verwenden.

Die Nichte des Admirals
Der Vorname der weiblichen Nebenrolle ist 56 x
Die Haarfarbe der weiblichen Nebenrolle ist 1 x
Die Augenfarbe der weiblichen Nebenrolle ist 5 x
Der Freund des Helden
Der Vorname der männlichen Nebenrolle ist 3 x
Der Nachname der männlichen Nebenrolle ist 72 x
Der Zimmerwirt des Helden
Der Nachname des Schneiders ist 5 x

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