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- Roman
- E-Book
London 1901 - Eine junge Lady verliebt sich in einen deutschen Grafen, dessen Bild sie im Daily Telegraph gesehen hat. Sie überlegt, wie sie ihn ohne ihre Anstandsdame treffen kann, denn sie weiß, dass Männer nur ihren wahren Charakter zeigen, wenn kein Dritter anwesend ist. Kurz entschlossen flieht sie deshalb aus London und nimmt auf dem Schloss des Grafen eine Stelle als Küchenmagd an. Sie erobert das Herz des ernsten Grafen im Sturm und eine heimliche Liebe beginnt.
Doch dann wird sie das Opfer einer verhängnisvollen Intrige. Sie muss nach Kalkutta reisen, wo ihr Vater als Kolonialverwalter arbeitet. Ihre Eltern wollen sie so schnell wie möglich standesgemäß verheiraten. Doch sie kann ihre große Liebe nicht vergessen. Als sie bereits alle Hoffnung aufgegeben hat, ihren Geliebten jemals wiederzusehen, begegnet sie ihm überraschend im Palast des Maharadschas…
Autor: Cordelia Woods Illustration: istockphoto.com/David Joyner ca. 212 Seiten
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10 weibliche und 9 männliche Rollen
Laura Templeton, 19-jährige Tochter eines britischen Adeligen; verbrachte ihre Kindheit in Kalkutta; manchmal etwas dickköpfig und ungestüm, doch überaus herzlich und fürsorglich; verliebt sich in das Zeitungsfoto eines deutschen Grafen; um zu testen, ob Graf Christoph einen ehrbaren Charakter hat, lässt sie sich in seinem Schloss als Küchenhilfe einstellen; erobert das Herz des Grafen im Nu; Sofie von Aschdorffs Intrige zwingt Laura, das Schloss zu verlassen, bevor sie Christoph die Wahrheit erzählen kann; die Liebenden verlieren sich für mehrere Jahre aus den Augen, können sich gegenseitig jedoch nicht vergessen; Laura folgt ihrer Familie nach Indien, lebt dort unverheiratet und arbeitet in einer Mission; einige Jahre später begegnet sie Christoph auf einem Fest des Maharadschas und die beiden finden endgültig zueinander.
Graf Christoph von Ehrenstein, deutscher Adeliger; seine Mutter ist früh gestorben; zu seinem Vater, einem gebrochenen Mann, hat er ein kühles Verhältnis; verliebt sich in Laura, ohne von ihrer adligen Herkunft zu wissen; will sie heiraten, wird jedoch ebenso Opfer der Intrige Sofies; als Laura in seiner Abwesenheit gekündigt wird, glaubt er, sie für immer verloren zu haben; auf seiner Weltreise gelangt er auch nach Indien; wird bei einem Kampf mit einem Tiger verletzt, aber trifft im Palast des Maharadschas Laura wieder; heiratet sie schließlich.
Tamara Rathborne, Lauras beste Freundin; hübsche Frau mit braunen Locken; hieß ehemals Windhurst, jetzt verheiratet mit Richard Rathborne; wird von ihrem cholerischen Ehemann die Treppe heruntergestoßen, woraufhin sie nach Campton House flieht; verliebt sich in George und geht mit ihm nach Indien, um ihn dort heiraten zu können; die beiden bekommen 3 Kinder (Sohn + 2 Zwillingsmädchen) und führen ein glückliches Leben.
Lord Richard Rathborne, Tamaras Ehemann; Choleriker, der seine Dienstboten misshandelt; als er gegenüber Tamara gewalttätig wird, verlässt sie ihn; unsympathischer Charakter.
Lord George Templeton, Lauras Bruder; Spezialist für Lungenkrankheiten; denkt fortschrittlich und nimmt seine Arbeit als Arzt sehr ernst; gilt als schüchterner Sonderling; kümmert sich rührend um Tamara und verliebt sich in sie; um Tamara vor dem Spott der britischen Gesellschaft zu schützen und sie heiraten zu können, nimmt er eine Stelle an der Universität in Kalkutta an.
Miss Diana, Lauras Gouvernante; stammt aus Deutschland; sehr attraktiv, doch unverheiratet, deshalb ist sie in Lauras Augen eine ‘alte Jungfer’; sehr fürsorglich und sympathisch; hatte vor Jahren eine Liaison mit Graf Jonathan von Ehrenstein; hat damals aus Pflichtbewusstsein und Liebe zu Laura auf ihn verzichtet; am Ende der Geschichte findet sie wieder mit ihrer großen Liebe zusammen und wird seine Frau.
Bridget Smith, die lebenslustige Köchin in Campton House; nicht mehr die Jüngste; sehr glücklich verheiratet mit Matthew; ihre Erzählungen über die Liebe und Ehe lassen in Laura den waghalsigen Plan heranreifen, sich als Küchenmädchen bei Christoph anstellen zu lassen.
Matthew Smith, Ehemann von Bridget; Kutscher; dunkelbraune Augen; tritt nicht in Erscheinung, von ihm wird nur in höchsten Tönen geschwärmt.
Anton, der Butler in Campton House; gewissenhaft und treu; kleine Rolle.
Monica, das Dienstmädchen in Campton House; naiv; sehr kleine Rolle.
Graf Jonathan von Ehrenstein, Christophs Vater; der Tod seiner Frau und der Verlust seiner zweiten großen Liebe Diana haben ihm das Herz gebrochen; seither apathisch und ohne Gefühle für seinen Sohn; leidet unter schweren Hustenanfällen; das Wiedersehen mit Diana macht aus ihm einen neuen Menschen; Versöhnung mit Christoph und Verbesserung seines Gesundheitszustandes inklusive.
Baroness Sofie von Aschdorff, schwarzhaarige Schönheit mit hohem Standesbewusstsein; wäre gern die Verlobte von Christoph; als er sie wegen Laura abweist, schmiedet sie einen perfiden Plan, der die beiden Liebenden trennt.
Ernest, Christophs ‘Bursche’ und bester Freund; Frauenheld, der nicht treu sein kann; hat auch ein kurzes Techtelmechtel mit dem Küchenmädchen Clara; begleitet Christoph auf alle Reisen und ist dessen Vertrauter in Liebesdingen; hat bei einem Kampf mit einem Panther zwei Finger verloren; rettet auch den Sohn des Maharadschas vor einem Tiger; findet die wahre Liebe in der Tochter des Maharadschas.
Clara, das Küchenmädchen auf Schloss Ehrenstein; freundschaftlich mit Laura verbunden; macht sich vergeblich Hoffnung, dass Ernest sie heiratet.
Janet, Köchin auf Schloss Ehrenstein; unsympathisch und kaltherzig; ohrfeigt Laura.
Lord Jens Templeton, Lauras Vater; ein britischer Adeliger und einflussreicher Kolonialverwalter in British India; bangt um den Ruf seiner Familie, als sich Laura als kleines Mädchen mit einem indischen Jungen anfreundet; schickt sie deshalb zurück nach Europa; möchte auch später unbedingt, dass Laura zum Wohl der Familie heiratet; kleine Rolle.
Lady Elizabeth Templeton, die schottische Mutter von Laura; lebt in British India, leidet aber unter dem heißen Klima; überließ die Erziehung ihrer Kinder einem indischen Kindermädchen, weshalb Laura recht frei aufwachsen konnte; kleine Rolle.
Antonia, eine Freundin von Laura; sie dient Laura als Alibi, als sie beschließt, nach Deutschland zu reisen; wird nur ein paar Mal erwähnt.
John, ein Missionar in Kalkutta, der mit Laura zusammenarbeitet; äußerst attraktiv, hat viele Verehrerinnen; ist jedoch sehr fromm und lebt bis zu seiner Heirat keusch; verliebt sich in Laura und küsst sie einmal leidenschaftlich; ihr Herz schlägt jedoch nur für Christoph, was er ihr kurzzeitig übel nimmt.
Fury, die Stute von Christoph.
Nicht personalisiert werden:
Doktor Sauerbruch, ein deutscher Chirurg. (historische Figur)
Königin Victoria, Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und König Edward VII. (historische Figuren)
Lord Biskitt, ein britischer Adeliger.
Frank und Peter, die beiden älteren Brüder von Laura.
Mr. Wellington, der Nachbar der Templetons in Kalkutta.
Lydia, Tochter von Mr. Wellington und Ehefrau von Frank Templeton.
Anil, ein indischer Junge.
Damen der Londoner Gesellschaft:
Anne Fairfax
Mrs. Williams
Miss Dorothy
Mrs. Winters
Nelly
Timothy Doyle, Anwalt in London.
Mr. Windhurst, Vater von Tamara.
Heiner Müller, ein deutscher Reisender.
Liesl, eine deutsche Auswandererin.
Baronin Steinhörig.
Antonio Brunelli, Schuster.
Klaus, ein erfundener Freund von Christoph.
Ludwig, angeblicher Verlobter Sofies.
Veronika, eine von Ernests Liebschaften.
Der Maharadscha Ranif Singh.
Raschid, sein Sohn.
Sundari, seine Tochter.
„Meine Tochter hat, nachdem sie den Titel gelesen und verstanden hatte, dass es in diesem Buch um sie selbst geht, geweint vor Freude. Das war sehr rührend und ich wusste, ich habe das Richtige bestellt. Sie fing nach der Bescherung auch gleich an zu lesen. Es war einfach schön, vielen Dank!“
Bianca aus Kratzeburg
„Als ich das Buch zum 51. Geburtstag verschenkt habe, wurde am Abend gleich eine Lesestunde veranstaltet. Die Beschenkte war begeistert!“
Fanny B. aus Atenbach
„Ich habe dieses Buch meiner besten Freundin geschenkt. Sie hat lange gebraucht, bis sie verstanden hat, dass das Buch personalisiert ist. Sie war sehr überrascht und völlig begeistert!“
Christina H. aus Nalbach
„Das Buch war ein Geschenk zum Geburtstag meiner Schwiegermutter; sie hat darüber gelacht und hatte ihren Spaß damit. Noch am selben Abend hat sie mit dem Lesen begonnen und uns am nächsten Tag berichtet, welche Namen sie entdeckt hat.“
Dagmar S. aus Graz
„Es war ein Geschenk zum 60. Geburtstag. Die Reaktion war umwerfend - der Abend war gelaufen, da statt Kommunikation Lesen angesagt war.“
Silvia F. aus Bonn
„Schöne Geschichte, flott geschrieben.“
Astrid R. aus Karlsruhe
Liebesgeschichte im ausgehenden viktorianischen Zeitalter mit Heiratsantrag und Hochzeit der beiden Hauptfiguren am Schluss.
Campton House, ein Herrenhaus in London / England (Lauras Zuhause)
Schloss Ehrenstein, Christophs Stammsitz in Nymphenburg (Achtung: Stadt sollte in Deutschland liegen, da das Land mehrmals genannt wird!)
der Palast eines Maharadschas bei Kalkutta / Indien
das Jahr 1901 und die darauffolgenden Jahre
(England im ausgehenden Viktorianischen Zeitalter)
Hier haben wir für Sie alle Möglichkeiten der Personalisierung dieses Buches zusammengefasst. Dazu haben wir auch aufgelistet, wie häufig die entsprechenden Angaben im Buch vorkommen.
Sie brauchen nicht alle diese Möglichkeiten zu nutzen – für jede Angabe können Sie auch einfach den Vorgabewert verwenden.
| Weibliche Hauptrolle | |
| Der Vorname der Heldin ist ... | 811 x |
| Die Augenfarbe der Heldin ist ... | 3 x |
| Die Haarfarbe der Heldin ist ... | 9 x |
| Der Kosename der Heldin lautet ... | 10 x |
| Männliche Hauptrolle | |
| Der Vorname des Helden ist ... | 489 x |
| Die Augenfarbe des Helden ist ... | 2 x |
| Die Haarfarbe des Helden ist ... | 1 x |
| Der Kosename des Helden lautet ... | 5 x |
| Beste Freundin der weiblichen Hauptrolle | |
| Die beste Freundin der Heldin heißt mit Vornamen ... | 174 x |
| Ehemann der besten Freundin | |
| Der gewalttätige Ehemann der besten Freundin heißt mit Vornamen ... | 50 x |
| Bruder der weiblichen Hauptrolle | |
| Der Bruder der Heldin (und spätere Mann der besten Freundin) heißt mit Vornamen ... | 177 x |
| Gouvernante der weiblichen Hauptrolle | |
| Der Gouvernante der Heldin (und große Liebe seines Vaters) heißt mit Vornamen ... | 113 x |
| Köchin der weiblichen Hauptrolle | |
| Die freundliche Köchin heißt mit Vornamen ... | 13 x |
| Ehemann der Köchin | |
| Der Ehemann der freundlichen Köchin heißt mit Vornamen ... | 10 x |
| Butler der weiblichen Hauptrolle | |
| Der Butler heißt mit Vornamen ... | 14 x |
| Dienstmädchen der weiblichen Hauptrolle | |
| Das naive Dienstmädchen heißt mit Vornamen ... | 26 x |
| Vater der männlichen Hauptrolle | |
| Der Vater des Helden heißt mit Vornamen ... | 17 x |
| Gegenspielerin der weiblichen Hauptrolle | |
| Die Intrigantin heißt mit Vornamen ... | 191 x |
| Freund der männlichen Hauptrolle | |
| Der 'Bursche' und beste Freund des Helden heißt mit Vornamen ... | 68 x |
| Küchenmädchen der männlichen Hauptrolle | |
| Das Küchenmädchen heißt mit Vornamen ... | 37 x |
| Köchin der männlichen Hauptrolle | |
| Die unfreundliche Köchin heißt mit Vornamen ... | 31 x |
| Vater der weiblichen Hauptrolle | |
| Der Vater der Heldin heißt mit Vornamen ... | 3 x |
| Mutter der weiblichen Hauptrolle | |
| Die Mutter der Heldin heißt mit Vornamen ... | 2 x |
| Eine Freundin der weiblichen Hauptrolle | |
| Eine andere Freundin der Heldin heißt mit Vornamen ... | 6 x |
| Freund der weiblichen Hauptrolle (unglücklich in Laura verliebt) | |
| Der Missionar heißt mit Vornamen ... | 29 x |
| Stute der männlichen Hauptrolle | |
| Die Stute des Helden heißt ... | 4 x |
| Handlungsort der Geschichte | |
| Die deutsche Stadt, in der der Held lebt, heißt ... | 16 x |
Inzwischen hatte sich der Abstand zwischen Laura und Christoph um ein paar Schritte verringert. Christoph konnte Laura in der Dämmerung kaum mehr erkennen.
„Willst du Schloss Ehrenstein immer noch verlassen?“
Laura ließ sich Zeit mit der Antwort. „Morgen Früh reise ich ab, das steht fest. Aber da ich jetzt schon einmal hier bin, kann ich ja einen kurzen Blick in das Jagdhaus werfen.“
„Ich verspreche dir, du wirst es nicht bereuen.“ Christoph gab Ernest einen kurzen Wink und bot Laura galant den Arm.
„Ich hoffe, es gefällt dir.“ Christoph öffnete die rustikale Eichentüre. Er klang mit einem Mal schüchtern. „Die Jagdhütte wurde sehr lange nicht genutzt. Ich hoffe, ich habe keine Spinnweben übersehen.“
„Du hast die Hütte ganz alleine hergerichtet? Ohne die Hilfe eines Dieners?“ Laura war nun wirklich überrascht. Das hätte sie Christoph nicht zugetraut.
„Das ist doch nicht der Rede wert. Du arbeitest ja auch den ganzen Tag.“ Er deutete auf einen reich gedeckten Tisch vor einer gemütlichen Eckbank. „Ich hoffe, du hast noch nicht gegessen. Ich habe einfach von allem ein wenig genommen, weil ich nicht wusste, was dir schmeckt.“
Laura sah sich staunend um. Die holzgetäfelte Stube war liebevoll mit frischen Blumen dekoriert, und im offenen Kamin prasselte ein hohes Feuer.
„Warum tust du das alles für mich?“, fragte Laura überrascht.
Christoph zog sie an sich. „Zum einen schäme ich mich, dass ich dich in diese schäbige Scheune gelockt habe. Und zum anderen möchte ich dich...“ Er wand sich verlegen. „...ich möchte dich näher kennen lernen.“
„Wie nah?“ Laura schmiegte sich an ihn. Sie spürte, wie ihre Liebe zu ihm mit jedem Herzschlag tiefer wurde.
Christoph strich ihr vorsichtig über das Haar. „Sehr nah.“ Seine Stimme klang heiser.
Lauras Herz klopfte zum Zerspringen. Hatte Christoph erkannt, dass sie zusammengehörten? Sie schloss die Augen und bot ihm ihre Lippen zum Kuss. Sofort spürte sie Christophs Lippen für einen winzigen Moment auf den ihrigen.
„So nah?“, fragte er.
„Näher.“
Christoph küsste sie ein wenig länger.
„Noch näher?“, raunte er, und als Laura nickte, glitt er sanft mit seiner Zunge zwischen ihre Lippen. Ein warmes Glücksgefühl rieselte durch Lauras Körper. Sie erwiderte Christophs leidenschaftlichen Kuss.
„Lass mich nie wieder los“, flüsterte sie und schlang die Arme um seinen Hals.
„Bestimmt nicht“, versprach Christoph und hob sie auf die Arme. Er trug sie zum prasselnden Kaminfeuer und bettete sie vorsichtig auf ein Bärenfell. Als Laura sich wohlig vor ihm räkelte, streichelte er sie mit bewundernden Blicken.
„Du bist wunderschön, Schatz.“
Laura schloss die Augen und spürte, wie Christophs Finger langsam über ihr Leinenkleid glitten.
Christoph küsste Laura auf die erhitzte Schulter. „Es gibt noch etwas, das du auf alle Fälle wissen musst.“
Er folgte mit seinem Finger der Linie ihres Rückens. „Ich muss Sofie von Aschdorff noch zu einem letzten Dinner einladen, dann wirst du sie nie wieder auf Schloss Ehrenstein sehen.“
„Warum erzählst du mir das?“
Er küsste sie sanft. „Weil ich nicht will, dass du dir wegen dieser Frau irgendwelche Sorgen machst. Seit ich dich kenne, ist sie für mich völlig bedeutungslos geworden. Du machst mich glücklicher, als ich es jemals für möglich gehalten hätte.“
Er überlegte kurz, ob er seinen Gedanken aussprechen sollte, und entschied sich, dem ungewohnten Gefühl in seinem Herzen zu folgen. „Ich liebe dich“, flüsterte er und war selbst erstaunt, wie leicht ihm diese Erkenntnis über die Lippen kam.
Nach obenInzwischen hatte sich der Abstand zwischen Laura und Christoph um ein paar Schritte verringert. Christoph konnte Laura in der Dämmerung kaum mehr erkennen.
„Willst du Schloss Ehrenstein immer noch verlassen?“
Laura ließ sich Zeit mit der Antwort. „Morgen Früh reise ich ab, das steht fest. Aber da ich jetzt schon einmal hier bin, kann ich ja einen kurzen Blick in das Jagdhaus werfen.“
„Ich verspreche dir, du wirst es nicht bereuen.“ Christoph gab Ernest einen kurzen Wink und bot Laura galant den Arm.
„Ich hoffe, es gefällt dir.“ Christoph öffnete die rustikale Eichentüre. Er klang mit einem Mal schüchtern. „Die Jagdhütte wurde sehr lange nicht genutzt. Ich hoffe, ich habe keine Spinnweben übersehen.“
„Du hast die Hütte ganz alleine hergerichtet? Ohne die Hilfe eines Dieners?“ Laura war nun wirklich überrascht. Das hätte sie Christoph nicht zugetraut.
„Das ist doch nicht der Rede wert. Du arbeitest ja auch den ganzen Tag.“ Er deutete auf einen reich gedeckten Tisch vor einer gemütlichen Eckbank. „Ich hoffe, du hast noch nicht gegessen. Ich habe einfach von allem ein wenig genommen, weil ich nicht wusste, was dir schmeckt.“
Laura sah sich staunend um. Die holzgetäfelte Stube war liebevoll mit frischen Blumen dekoriert, und im offenen Kamin prasselte ein hohes Feuer.
„Warum tust du das alles für mich?“, fragte Laura überrascht.
Christoph zog sie an sich. „Zum einen schäme ich mich, dass ich dich in diese schäbige Scheune gelockt habe. Und zum anderen möchte ich dich...“ Er wand sich verlegen. „...ich möchte dich näher kennen lernen.“
„Wie nah?“ Laura schmiegte sich an ihn. Sie spürte, wie ihre Liebe zu ihm mit jedem Herzschlag tiefer wurde.
Christoph strich ihr vorsichtig über das Haar. „Sehr nah.“ Seine Stimme klang heiser.
Lauras Herz klopfte zum Zerspringen. Hatte Christoph erkannt, dass sie zusammengehörten? Sie schloss die Augen und bot ihm ihre Lippen zum Kuss. Sofort spürte sie Christophs Lippen für einen winzigen Moment auf den ihrigen.
„So nah?“, fragte er.
„Näher.“
Christoph küsste sie ein wenig länger. „Noch näher?“, raunte er, und als Laura nickte, glitt er sanft mit seiner Zunge zwischen ihre Lippen. Ein warmes Glücksgefühl rieselte durch Lauras Körper. Sie erwiderte Christophs leidenschaftlichen Kuss.
„Lass dich einfach fallen“, flüsterte Christoph ihr ins Ohr. Dann begann er, mit den Fingerspitzen ihren Nacken zu streicheln. Langsam glitten seine Hände unter ihren Kittel, hin zu ihren Brüsten, und Laura spürte, wie die Spitzen hart und klein wurden. Das hatte sie bis jetzt nur bei Kälte erlebt. Christoph streifte ihr den Kittel vom Leib, beugte sich über sie und berührte ihre Brustwarzen mit seiner Zunge. Mit einem kleinen Seufzer schloss sie die Augen. Seine Finger wanderten langsam über ihren Bauch, und ihre Beine öffneten sich wie von selbst. Nun waren seine Finger genau dort, wo sie sich selbst nicht anfassen durfte. Man wird blind davon, hatte ihre Gouvernante ihr immer eingeschärft. Christoph berührte eine kleine, harte Stelle zwischen ihren Beinen. Augenblicklich schwappte eine heiße Welle durch Lauras Körper. Sie vergaß Raum und Zeit. Ihr ganzes Denken war erfüllt von Christoph, dem Mann, den sie liebte. Sie fühlte, wie alles in ihr bebte. Bunte Feuerwerke explodierten vor ihren Augen, und sie spürte nur einen kurzen Stich, als Christoph in sie eindrang. Im Nu schwangen ihre Körper im Takt ihrer Leidenschaft. Wie durch Watte vernahm sie Christophs Stöhnen. Die Farben vor ihren Augen wurden immer bunter und heller. Plötzlich durchzuckte sie ein Schrei, und ihr war, als hätte sie die Besinnung verloren.
Als sie die Augen wieder öffnete, lag Christoph neben ihr. Er war genauso verschwitzt wie sie.
„Hoffentlich habe ich dir nicht wehgetan.“ Christoph küsste Laura zärtlich auf die Schulter. Sie strich ihm über die Wange.
„Ganz im Gegenteil. Ich habe noch nie etwas so Schönes erlebt. Und ich bin fast wunschlos glücklich.“
„Fast?“ Er hob die Augenbrauen.
„Noch mal!“, forderte Laura und griff Christoph unmissverständlich zwischen die Beine.
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