Die Magiera

Die junge Heldin staunt nicht schlecht, als nach vielen Jahren im Kinderheim plötzlich eine Frau auftaucht, die behauptet, ihre Mutter zu sein, und sie mit nach Hause nimmt. Von da an verändert sich ihr ganzes Leben. Sie lernt das Zauberreich Heimlant kennen und erfährt, dass sie in Wirklichkeit eine "Magiera" ist, eine Magierin, die alle magischen Kräfte, die in Heimlant wirken, beherrscht und lenken kann. Außerdem soll sie die Nachfolge ihrer Mutter, der Herrin über das Zauberreich, antreten.
Wäre da nicht die missgünstige Tante der Heldin, die alles versucht, um die Krone an sich zu reißen. Die junge Magiera muss sich auf eine gefährliche Reise begeben, die ihre magischen Kräfte stärken und sie direkt zu ihrer mächtigsten Gegnerin führen soll. Wie gut nur, dass sie von vielen guten Freunden begleitet wird!

Autor: Ben Philipp Illustration: istockphoto.com/Ivan Bliznetsov ca. 212 Seiten

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    Personen:

    8 weibliche und 7 männliche Rollen

    Tina Stiller, Heldin; hat volles, zu einem Zopf gebundenes Haar; lebt im Kinderheim im Glauben, keine Eltern mehr zu haben; wird von Marc und Nico gehänselt und von der Heimleiterin Frau Klawen schikaniert; ihre Mutter holt sie eines Tages an ihrem Geburtstag nach Hause und eröffnet ihr, dass sie eigentlich Tina Tallo heißt und eine Magiera ist; macht sich mit Tamino, Amelia, Vivien und Samuel auf die Reise, um nach dem Einhorn zu suchen, das ihr im Kampf gegen ihre Tante Dorothea Adal behilflich sein soll; erweist sich am Ende als würdige Nachfolgerin für die Herrschaft über Heimlant, da sie über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ein hohes Verantwortungsgefühl verfügt.

    Tamino Tallo, Tinas Bruder; 17 Jahre alt; Naturbursche; versteht sich auf Anhieb gut mit seiner Schwester; auch er durchschaut das Spiel Dorotheas nicht; begleitet Tina auf der Reise zum Einhorn und ist ihr ein treuer Gefährte.

    Vivien Fay, eine von Tinas Mitschülerinnen in Witan; Magiera mit ausgezeichneten Magierfähigkeiten; sehr selbstbewusst und nicht selten auch überheblich; begleitet Tina auf ihrer Reise, verhält sich jedoch häufig aufmüpfig und ichbezogen; ihre Magie rettet Tina einmal das Leben, und die beiden kommen sich menschlich näher; Vivien erfährt schließlich, dass sie die Tochter Dorothea Adals ist und gegen Tina kämpfen soll; das freundschaftliche Band, das sich zwischen den Cousinen entwickelt hat, ist jedoch stärker, und so beenden die beiden den Kampf zwischen Tabea Tallo und Dorothea Adal auf eine friedliche Art und Weise.

    Amelia Friedwart, Schülerin in Witan; von Beginn an sehr freundlich zu Tina, wird ihre gute Freundin; trägt eine pfiffige Frisur und gern ein bisschen Make-up; fröhlich und aufgeweckt; ihr besonderes Talent ist es, die Sprache der Tiere zu verstehen; ist Vivien anfangs nicht gut gesonnen, lernt sie und ihre Zauberkraft erst nach und nach schätzen.

    Samuel Samweis, Chauffeur, Hausdiener, Koch, Gärtner etc. in der Villa Herzenstor (er kann an mehreren Orten gleichzeitig sein und verschiedene Rollen annehmen!); ist Tina zunächst ein Vertrauter und Helfer in allen Lebenslagen, entpuppt sich jedoch als Gehilfe Dorothea Adals; nach einem gescheiterten Versuch, sich Tina entgegenzustellen, hilft er ihr und Vivien dabei, Dorotheas Macht zu schwächen.

    Taps, ein Golden Retriever, den Tina von ihrer Mutter zum Geburtstag bekommt; begleitet die Gefährten und rettet sie schließlich aus den Händen der scheußlichen Fraz.

    Frau Wisa, die Schulleiterin in Witan; sehr alt mit silbrig glänzendem Haar; graublaue Augen.

    Frau Krut, Lehrerin für ‘Kräuter- und Pflanzenkunde’ und ‘Kleine Magie’; ähnelt einem Kräuterweiblein.

    Frau Kun, Lehrerin für ‘Große Magie’; selbst eine Magiera; Tinas Vertrauenslehrerin.

    Herr Mennisco, Lehrer für ‘Menschliche Wissenschaften und Gebräuche’; kleine Rolle.

    Herr Faun, Lehrer für ‘Wesenskunde’; Mitte 20 und sehr gutaussehend; kleine Rolle.

    Frau Grunt, Lehrerin für ‘Basismagie’; winzige Rolle.

    Lena, Tinas Freundin aus dem Kinderheim; liebenswert und großzügig; hält immer zu Tina und verteidigt sie gegen die frechen Jungs; besucht Tina einmal in der Villa Herzenstor und wird am Ende von Tabea Tallo aus dem Heim geholt.

    Frau Klawen, Leiterin des Kinderheims; Ende 40; sehr streng; betrügt Tina um ihr monatliches Taschengeld und lässt ihre Schuldgefühle an ihr aus.

    Marc, Junge im Kinderheim; hänselt Tina wegen ihrer alten, viel zu kurzen Jeans.

    Nico, Freund von Marc; hackt ebenfalls gern auf Tina herum.


    Nicht personalisiert werden:

    Tabea Tallo, Mutter von Tina; mächtige Magiera; gütig, rechtschaffen und verantwortungsbewusst; wurde von ihrer Mutter als Herrscherin von Heimlant auserkoren, obwohl ihre Schwester Dorothea eigentlich die Ältere der beiden ist; wird von Dorothea mit einem magischen Bann belegt und in den Adalschen Turm gesperrt; wird am Ende von Tina befreit und kehrt mit ihr zurück in die Villa Herzenstor.

    Dorothea Adal, ältere Schwester von Tabea Tallo; eifersüchtig auf ihre Schwester; möchte selbst Herrscherin über Heimlant werden; kann ihre Gestalt verändern; nimmt Tabea Tallo gefangen und holt in deren Gestalt Tina aus dem Heim; schickt Tina auf die Suche nach dem Einhorn, das ihre eigenen Kräfte stärken soll; Mutter von Vivien, was sie dieser aber erst gegen Ende offenbart; wird schließlich besiegt und muss sich ihrer Schwester beugen.

    Theobald Tallo, Tinas Vater; bereits verstorben.

    Tadeus und Mirta Tallo, Tinas Großeltern väterlicherseits.

    Gerwine und Edelbert Maht, Tinas Großeltern mütterlicherseits.

    Onkel Leutwin, Onkel von Tina.

    Patrick Adal, Ehemann von Dorothea.

    Folgende fantastische Wesen:

    Manna und Frouwe Guot, ein Sindlingspärchen.

    Hoh Fuor, ein Bergling.

    Firg und Gerna, zwei Linge.

    Fri, eine Lidan, die den Gefährten den Weg zum Einhorn weist.

    Ain, das Einhorn; auch „Weiße Königin“ genannt.

    Alan, die dorfälteste Lidan.

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  • „Also ich werde hier noch mal bestellen. Alles ist super gelaufen. Schnelle Lieferung. Tolle Bücher. Wir haben die Bücher „Die Magiera“ und „Die Nacht der Vampire“ bestellt und ich kann sie wirklich nur weiterempfehlen. Also großes Lob an die Seite.“
    Melissa B. aus München

    „Wir haben meiner vierzehnjährigen Nichte das Buch „Die Magiera“ zu Weihnachten geschenkt, und es war DAS Weihnachtsgeschenk schlechthin. Es hat ihr so gut gefallen, dass wir sie am Weihnachtsabend nicht mehr zu Gesicht bekommen haben, weil sie in ein ruhiges Zimmer gegangen ist, um zu lesen. Ihre etwas jüngeren Geschwister waren total eifersüchtig und haben schon für die kommenden Geburtstage den Wunsch geäußert, auch ein Buch mit sich als Hauptperson zu bekommen.“
    Alexander J. aus Koblenz

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  • (Kursiv: wird durch Ihre Angaben ersetzt)

    Abriss:

    Eine fantastische Geschichte, in der wahre Freundschaft die Mächte des Bösen besiegt; mit einer jugendlichen Heldin, einer Schar von Freunden und vielen zauberhaften Wesen

    Empfohlene Altersgruppe: 12-14 Jahre

    Epoche:

    Gegenwart

    Schauplatz:

    ein Kinderheim in einer personalisierbaren Stadt
    die „Villa Herzenstor“
    die Schule Witan im Zauberreich Heimlant
    Magia, Lantingen, Leitan (Landstriche Heimlants)

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  • Nennungshäufigkeit

    Hier haben wir für Sie alle Möglichkeiten der Personalisierung dieses Buches zusammengefasst. Dazu haben wir auch aufgelistet, wie häufig die entsprechenden Angaben im Buch vorkommen.

    Sie brauchen nicht alle diese Möglichkeiten zu nutzen – für jede Angabe können Sie auch einfach den Vorgabewert verwenden.

    Weibliche Hauptrolle
    Die Heldin heißt mit Vornamen ... 717 x
    Die Heldin heißt mit Nachnamen ... 7 x
    Die Heldin hat die Augenfarbe ... 1 x
    Die Heldin hat die Haarfarbe ... 2 x
    Die Heldin hört gern Musik von (Sänger/in oder Band) ... 2 x
    Bruder der weiblichen Hauptrolle
    Der Bruder der Heldin heißt mit Vornamen ... 158 x
    Gegenspielerin der weiblichen Hauptrolle
    Die Gegenspielerin und Tochter Dorothea Adals heißt mit Vornamen ... 208 x
    Die Gegenspielerin und Tochter Dorothea Adals heißt mit Nachnamen ... 9 x
    Gute Freundin der weiblichen Hauptrolle
    Die gute Freundin in Heimlant heißt mit Vornamen ... 139 x
    Die gute Freundin in Heimlant heißt mit Nachnamen ... 3 x
    Vertrauter der weiblichen Hauptrolle
    Der treue Diener Dorothea Adals heißt mit Vornamen ... 144 x
    Der treue Diener Dorothea Adals heißt mit Nachnamen ... 2 x
    Hund der weiblichen Hauptrolle
    Der Hund der Heldin heißt (männl.) ... 35 x
    Schulleiterin
    Die Schulleiterin heißt mit Nachnamen ... 25 x
    Lehrerin für Kräuter- und Pflanzenkunde
    Die Lehrerin für Kräuter- und Pflanzenkunde heißt mit Nachnamen ... 14 x
    Lehrerin für Große Magie
    Die Vertrauenslehrerin der Heldin heißt mit Nachnamen ... 17 x
    Lehrer für Menschliche Wissenschaften und Gebräuche
    Der Lehrer für Menschliche Wissenschaften und Gebräuche heißt mit Nachnamen ... 2 x
    Lehrer für Wesenskunde
    Der Lehrer für Wesenskunde heißt mit Nachnamen ... 4 x
    Lehrerin für Basismagie
    Die Lehrerin für Basismagie heißt mit Nachnamen ... 1 x
    Freundin der weiblichen Hauptrolle aus dem Kinderheim
    Die gute Freundin im Kinderheim heißt mit Vornamen ... 69 x
    Leiterin des Kinderheims
    Die boshafte Heimleiterin heißt mit Nachnamen ... 29 x
    Ein Junge aus dem Kinderheim
    Der freche Junge im Heim heißt mit Vornamen ... 21 x
    Ein weiterer Junge aus dem Kinderheim
    Der zweite freche Junge heißt mit Vornamen ... 9 x
    Handlungsort der Geschichte
    Der Ort, in dem die Heldin in der Menschenwelt lebt, heißt ... 6 x
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    Leseprobe:

    Gemeinsam mit Tamino ging sie nach oben. Sein Zimmer lag direkt neben ihrem.

    „Bis gleich“, sagte sie zu ihm, bevor sie ihre Tasche holen ging. Die stand fein säuberlich neben dem Schreibtisch. Tina schaute hinein und stellte fest, dass sie wirklich wie von Zauberhand gepackt worden war. Samuel, vermutete sie. Auf den ersten Blick schien alles ganz normal: eine Brotdose, ein Federmäppchen, Schulhefte, Schulbücher.

    Sie nahm eines der Bücher heraus. Auf dem Einband war ein Wald abgebildet. Darüber stand in großen Buchstaben KPK. Sie erinnerte sich, dass dies ihre ersten beiden Stunden sein sollten. Vielleicht hatte das Fach etwas mit Biologie zu tun. Tina schlug das Buch etwa in der Mitte auf. Es war leer. Sie blätterte vor und zurück. Auf den Seiten stand nichts. Kein Text, keine Bilder. Sie griff nach dem nächsten Buch. Darauf waren ein Mann und eine Frau in der Stadt abgebildet. MWG lautete der Titel. Das Buch war genauso leer wie das erste.

    Tina wollte schon das nächste Buch aus der Tasche ziehen, als es an der Tür klopfte und Tamino eintrat.

    „Kommst du?“, fragte er ungeduldig.

    „Meine Bücher… Es steht gar nichts drin!“

    „Mach dir nichts draus. Steck sie ein und nimm sie mit. Sie funktionieren so ähnlich wie die Bilder. Wirst schon sehen.“

    Tina zuckte mit den Schultern. „Wenn du meinst.“ Sie packte die Bücher wieder ein und folgte Tamino.

    Zu ihrer Verwunderung wandte er sich am Ende der Treppe nicht dem Ausgang zu. Statt durch die Eingangshalle ging er nach hinten in die Bibliothek.

    „Soll ich hier auf dich warten?“, fragte sie ihn.

    „Wir gehen hinten raus“, sagte er.

    „Und verabschieden wir uns gar nicht von Mama?“

    „Sie wartet dort auf uns.“

    Wieder zuckte Tina mit den Schultern und folgte ihrem Bruder, und wieder nahm er nicht den Weg, den sie erwartet hätte. Er ließ die Terrassentür in der Bibliothek Terrassentür sein und ging nach rechts. Dort waren in Regalen, deren oberste Fächer man nur mit einer kleinen Leiter erreichte, Hunderte von Büchern aufgereiht. Tina blieb völlig schleierhaft, was Tamino dort wollte. Er stellte sich vor eines der Regale und zog eines der Bücher ein Stück heraus. Dann machte er einen großen Schritt zurück. Das Regal drehte sich um seine eigene Achse und gab einen Durchgang frei.

    „Ein Geheimgang“, flüsterte Tina ehrfürchtig.

    „Kein Gang“, sagte Tamino. „Und merk dir, das Buch ist ‚Das Silmarillion’.“ Damit schlüpfte er durch den Spalt.

    Tina tat es ihm gleich und fand sich in einem Raum wieder, in dem rötliches Dämmerlicht herrschte, ohne dass Tina eine Lichtquelle ausmachen konnte. In ihr machte sich wieder dieses Prickeln breit, das sie schon gespürt hatte, als sie zum ersten Mal die Villa betreten hatte. „Prickelt es bei dir auch so?“

    „Ja“, antwortete Tamino. „Sicher nicht so sehr wie bei dir. Man gewöhnt sich dran.“ Er öffnete eine Tür und ging hinaus.

    Auch Tina trat ins Freie. Sie drehte sich um und wollte sich versichern, dass sie tatsächlich gerade aus der Villa Herzenstor herausgekommen war. Am Haus hatte sich nichts verändert. Sie befand sich lediglich an einer Stelle hinter dem Gebäude, die sie bisher nicht vollständig hatte einsehen können, weil sie durch eine hohe Hecke verdeckt war. Diese Hecke umschloss eine Rasenfläche, etwa halb so groß wie die Terrasse vor der Bibliothek nebenan, die nun ihrerseits durch die Hecke dem Blick entzogen war. Eigentlich schien daran nichts falsch. Alles fügte sich, und es war nur logisch, dass ihr dieser Bereich hinter der Villa bisher nicht aufgefallen war. Dennoch hatte sie den Eindruck, als sei alles ein wenig verschoben, als sei sie in eine andere Welt eingetreten.

    „Das bist du auch“, hörte sie plötzlich Tabea Tallos Stimme neben sich. Sie war hinter Tina durch die Tür gekommen. „Du bist jetzt in Heimlant. Dies ist der einzige Weg, der dich zu deiner neuen Schule, nach Witan, führt. Du wirst viel Neues lernen und auf Schüler treffen, die dir ähnlich sind. Und sie alle erwarten dich schon.“ Ihre Mutter lächelte, nahm sie in den Arm und drückte sie kräftig. „Ich wünsche dir viel Spaß.“

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